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Gesundheitsgefahren durch die Beifuss-Ambrosie

Bildinfo: Beifuß-Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia)
Die Beifuß-Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia), die auch als Beifußblättriges Traubenkraut oder Ragweed bezeichnet wird, ist eine aus Nordamerika stammende einjährige Pflanze, die in den letzten Jahren zunehmend in Deutschland auftritt. In mehreren europäischen Ländern hat sich die Art bereits stark ausgebreitet, z.B. in Ungarn, Frankreich und Italien.

Die Pollen der Beifuß-Ambrosie sind stark allergieauslösend und können bei den Betroffenen verschiedene Symptome wie z.B. Fließschnupfen oder Bindehautentzündung hervorrufen. Erfahrungen aus Ländern mit großen Ambrosia-Vorkommen zeigen, dass Asthma als Reaktion auf die Ambrosia-Pollen besonders häufig auftritt.
Aufgrund ihres hohen allergenen Potenzials sollte die weitere Ausbreitung der Beifuß-Ambrosie in Deutschland verhindert werden.

Die Beifuß-Ambrosie kommt häufig in privaten Gärten vor, insbesondere dann, wenn im Winter Vögel mit Streufutter oder Sonnenblumenkernen gefüttert wurden. Die Samen gelangen über den Futtersamenanbau als „Unkraut“ in das Vogelfutter. Meist wachsen deshalb die Ambrosia-Pflanzen unter dem Vogelhäuschen oder am winterlichen Futterplatz.

In der freien Landschaft kommt Ambrosia bevorzugt auf Flächen vor, die nur lückenhaft bewachsen sind:
  • an Straßen- und Wegrändern
  • auf Erdaufschüttungen
  • in Neubaugebieten
  • an Feldrändern
  • auf Brachflächen
  • auf Bahnschotter
  • an Waldwegen

Derzeit sind große Ambrosia-Bestände überwiegend aus Süd- und Ostdeutschland (Bayern, Baden-Württemberg, Südhessen, Berlin, Brandenburg, südöstliches Rheinland-Pfalz) bekannt (Stand: April 2007). [Externe URL:  Hier finden Sie weitere Informationen des LGL Bayern]
.

Bisherige Fundorte im Landkreis Erlangen-Höchstadt: Herpersdorf, Bubenreuth, Baiersdorf und Mühlhausen.

Sollten Sie Ambrosia entdecken:

  • Ambrosia-Pflanzen ausreißen und in einem Plastiksack in der Restmülltonne entsorgen
  • Ambrosia-Bestände melden Sie bitte dem Landratsamt Erlangen-Höchstadt, Sachgebiet Gartenbau, Schlossberg 10, 91315 Höchstadt a.d. Aisch, Telefon: 09193/20585

Vorsichtsmaßnahmen

  • Entfernung der Pflanzen vor der Blüte (ca. Mitte Juli)
  • Pflanzen nur mit Handschuhen anfassen (mögliches Auftreten einer Kontaktdermatitis)
  • blühen Ambrosia-Pflanzen bei der Bekämpfung, zusätzlich Feinstaubmaske zum Schutz vor den Pollen tragen
  • Ausstreuen der Samen bei fruchtenden Pflanzen verhindern (z.B. durch vorsichtiges Überstülpen eines Plastiksackes)

Vorsorge

  • möglichst Ambrosia-freies Vogelfutter verwenden (Händler danach fragen)
  • kein Ambrosia-haltiges Vogelfutter oder Vogelfutterreste in die freie Landschaft ausstreuen
  • konnte sich Ambrosia bereits versamen, Wuchsorte auch in den kommenden Jahren auf neue Ambrosia-Pflanzen kontrollieren und diese ggf. entfernen

 



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